Beichte
Im Sakrament der Busse stellt sich der Mensch seinen Sünden, übernimmt dafür die Verantwortung und wird wieder neu mit Gott und der Gemeinschaft der Kirche versöhnt.
Die heutige Form der Beichte sieht im Wesentlichen so aus:
Der Beichtende betritt den Beichtstuhl oder das Beichtzimmer und wird vom Priester begrüsst. Er führt mit dem Geistlichen ein Gespräch, in dem er seine Sünden bekennt und bereut und ein Busswerk als Genugtuung für seine Sünden übernimmt (z. B. ein Gebet).
Der Priester erteilt ihm daraufhin mit folgenden Worten die Lossprechung: "Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen."
Vor wichtigen kirchlichen Festen werden spezielle Beichtzeiten angeboten. Selbstverständlich ist es aber auch ausserhalb dieser Zeiten möglich, mit dem Pfarrer oder Vikar im Beichtstuhl der Kirche (siehe Bild) oder im Pfarrhaus ein Beichtgespräch zu führen. Wenn Sie das Sakrament der Beichte empfangen möchten, wenden Sie sich bitte an das Pfarramt, um einen Termin zu vereinbaren (Telefon 041 780 38 38).
Bussfeier
Eine weitere Form der Busse ist die sogenannte Bussfeier, in der eine gemeinsame Gewissenserforschung in ein von allen gesprochenes Allgemeines Schuldbekenntnis einmündet, das mit einer Bitte um Vergebung abgeschlossen wird.
In der Pfarrei Cham werden auch Bussfeiern angeboten, in denen die Möglichkeit besteht, nach der gemeinsamen Gewissenserforschung mit einem Priester noch ein persönliches Beichtgespräch zu führen.
Bussfeiern (mit oder ohne Beichtgelegenheit) werden vor allem in der Vorbereitungszeit auf die grossen Feste des Kirchenjahres angesetzt (z. B. in der Advents- und Fastenzeit).

